Löschzug Menden blickte zurück auf ein ereignisreiches Jahr

P1230147-800Am Sonntag, den 4. Januar, waren die Feuerwehrleute des Löschzugs (LZ) Menden und deren Familien zum Neujahrsempfang eingeladen. Das neue Jahr begann vormittags im geselligen Rahmen. Gleich zu Beginn Beförderte Stadtbrandinspektor Herbert Maur einige Ehrenamtliche des Löschzugs: Andre Fey, Philipp Högner, Martin Lindlar, Christian Schauerte und Pierre Willems hatten im vergangenen Jahr den Grundlehrgang absolviert, die meisten auch den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang. Seitdem können alle auch an den Einsätzen teilnehmen, nun wurden sie zum Feuerwehrmann befördert. Christina Lindlar und Patrick Jaax wurden nach drei Jahren im aktiven Dienst zur Oberfeuerwehrfrau und zum Oberfeuerwehrmann befördert. Beide hatten zusätzlich im vergangenen Jahr einen Kettensägen- beziehungsweise einen ABC-Lehrgang absolviert. Nachdem Maur die Beförderungen vorgenommen hatte, bedankte er sich bei allen Mitgliedern des Löschzugs für ihr Engagement: “Die vielen anspruchsvollen Einsätze in der jüngsten Vergangenheit zeigen, wie schlagkräftig die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin ist. Dass nun gleich fünf weitere junge Freiwillige hinzugekommen sind ist sehr lobenswert, dadurch können wir das hohe Niveau sicherlich auch in Zukunft halten.”

Auch der Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin, Klaus Schumacher, besuchte den Neujahrsempfang und wandte sich an die Kameraden. Ihm seien beim Großeinsatz im Chemielager in Buisdorf am 16. Dezember zwei Dinge klar geworden: “Erstens: Es ist erstaunlich wie viele verschiedene Einsatzaufgaben unsere Freiwillige Feuerwehr erledigen kann. Und zweitens: Sie alle waren trotz des schwierigen und langen Einsatzes immer bereit, weiter zu helfen. Dafür spreche ich Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung aus.” Nach seiner Ansprache verlieh Schumacher Unterbrand¬meister Jakob Aaberg das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für sein 25-jähriges Engagement im LZ Menden.

Nach den Beförderungen und Ehrungen ließ Löschzugführer Gilbert Fey das Jahr 2014 mit den bemerkenswertesten Einsätzen Revue passieren. Erwähnt wurden zum Beispiel die Unwetter in Düsseldorf und Essen, bei denen an zwei Tagen insgesamt 25 Kameraden überörtliche Hilfe leisteten. Den beteiligen blieb dabei besonders die Dankbarkeit und Freundlichkeit in Erinnerung, mit der sie von den Bürgern der beiden Städte in diesem Ausnahmezustand empfangen wurden.

Der LZ Menden fuhr 2014 117 Einsätze, 2012 waren es noch 73 Einsätze. “Das ist schon eine große Belastung für uns”, so Fey zu den Anwesenden, “aber ich freue mich, dass ihr trotzdem noch so motiviert seid.” Die Freiwilligen Feuerwehren im allgemeinen leisten immer mehr technische Hilfeleistungen, außerdem wird der LZ Menden neuerdings auch für Türöffnungen in Menden alarmiert, um andere Löschgruppen und -züge zu entlasten. “13 Alarmierungen für Türöffnungen oder Hilfeleistungen für den Rettungsdienst haben wir verzeichnet. Dabei wurden tatsächlich relativ viele Personen bewusstlos vorgefunden, die Einsatzlagen sind also nicht zu unterschätzen. Genau deswegen haben wir 2014 an mehreren Zusatzdienstabenden die schnelle Türöffnung geübt”, so Fey weiter.

Im Anschluss gab es ein leckeres Buffet und eine Showeinlage: Von den Steyler Missionaren besuchte Zauberpater Hermann Bickel die Feier. Mit seinen Zaubertricks und seinem Wortwitz unterhielt er nicht nur die Kinder, sondern sorgte auch bei den Erwachsenen so manches Mal für Erstaunen.

Mit dem Neujahrsempfang klang also das alte Jahr aus. Nun sind die Kameraden und Kameradinnen mit ihren Angehörigen schon gespannt auf die Ereignisse des Jahres 2015.